Kaninchen-Report

ÖDP-Europaabgeordneter Buchner: „Großer Erfolg für europaweiten Tierschutz“


Heute stimmten die Mitglieder des EU-Parlamentes mit überwältigender Mehrheit dafür, „Mindestanforderungen für den Schutz von Nutzkaninchen“ von der EU-Kommission ausarbeiten zu lassen.

„Das ist ein großer Erfolg für den europaweiten Tierschutz“, sagt Prof. Dr. Klaus Buchner, Abgeordneter der ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei), „nicht nur, weil die Massentierhaltung in Drahtgitterkäfigen, gegen die wir uns damit einsetzen, ein unbeschreibliches Leid für die Tiere bedeutet. Sondern auch, weil diese Form der Haltung oft auf  den starken Einsatz von Antibiotika angewiesen ist, was wiederum den Anstieg von Antibiotikaresistenzen begünstigt.“

Unterstützung erfuhren Klaus Buchner und seine Mitstreiter von zahlreichen Tierschutzorganisationen, hinter denen nach Aussage der Süddeutschen Zeitung über 39.000 Bürger standen.

Hintergrund für den Ruf nach Mindestanforderungen für den Schutz von Nutzkaninchen war, dass gegenwärtig über 300 Millionen Kaninchen zur Fleischproduktion innerhalb der EU in Drahtgitterkäfigen gehalten werden. Dabei stehen pro Tier zumeist nur  500 qcm zur Verfügung, was in etwa der Größe eines DIN A4 Blattes entspricht. Die Mastkaninchen erreichen nach 10 – 12 Wochen ihr Schlachtgewicht, Hasenweibchen, die der Zucht dienen, werden nach etwa einem Jahr aufgrund nachlassender Leistung aussortiert. Kaninchen werden als Tierfutter für Haushunde und Katzen verwendet.

„Uns geht es weiterhin um den Verbraucherschutz“, so Klaus Buchner, „denn aus dem Report geht hervor, dass bislang auch das Fleisch erkrankter Tiere in unseren Supermärkten verkauft wird. Das können wir nicht zulassen. Heute stimmte das Parlament zudem für eine klare Produktkennzeichnung, die es dem Verbraucher möglich macht, eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen. Allein das ist schon ein großer Fortschritt.“

Dass die Mindestanforderungen für den Schutz von Nutzkaninchen im EU-Parlament ohne Abstriche angenommen wurden, ist für Klaus Buchner vor allem deshalb wichtig, weil kein einzelnes Land dies hätte entscheiden können. „Der Konkurrenzdruck ist einfach zu groß. Wenn aber alle Beteiligten nach denselben Regeln spielen, muss der Einzelne keinen Wettbewerbsnachteil fürchten.“



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