Mobilfunkstrahlen Ursache für den Brummton in Dingolfing? Wir forschen nach.


Die Dingolfinger Bürgerinnen und Bürger leiden schon länger unter einem mysteriösen Brummton, der die Lebensqualität der Menschen dort massiv beeinträchtigt. Von den Behörden würde man sich mehr Unterstützung bei der Lösung des Problems wünschen. Nachdem sich die ÖDP Dingolfing-Landau an mich gewandt hat, habe ich heute diesen Brief an den Regierungspräsidenten von Niederbayern geschickt. ÖDP Niederbayern


Brief an

An den Regierungspräsidenten von Niederbayern
Herrn Rainer Haselbeck
Postfach
84023 Landshut


Brüssel, den 3. April 2017

Sehr geehrter Herr Haselbeck,

bereits seit einiger Zeit werden Dingolfinger Bürgerinnen und Bürger durch einen mysteriösen Brummton massiv in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Die Herkunft dieses tieffrequenten Tons ist unbekannt. Viele Menschen in Dingolfing sind wegen der anhaltenden Lärmbelästigung, deren Quelle offenbar nicht auffindbar ist, mit ihren Nerven am Ende.
Die Bürger haben sich an die zuständige Bezirksregierung von Niederbayern gewandt. Nachdem mehrere Messungen nichts ergeben haben, der Brummton jedoch nach wie vor vorhanden ist, haben die Bürgerinnen und Bürger nun den Eindruck, dass man von Seiten der Behörden mit der Problematik abschließen will.

Das Brummton-Phänomen ist nicht auf Dingolfing beschränkt. Aus mehreren Regionen Deutschlands und der Welt ist dieses Problem bekannt. Auch wenn ein auf die DIN-Normen geeichtes Messinstrument den Ton nicht wahrnimmt, kann das kein Argument sein, der Sache nicht auf den Grund zu gehen. Denn Herzrasen, Schlafmangel und Angstzustände als Folge des Phänomens bedeuten für die Betroffenen erhebliche Einschränkungen.

Eine mögliche Ursache für den Brummton sind Mobilfunkstrahlen. Bei manchen Arten von Mobilfunk (z.B. bei GSM-Edge)  und vor allem beim Behördenfunk TETRA gibt es Töne im Infraschallbereich (die also nicht hörbar sind). Treffen sie auf einen geeigneten Resonanzkörper, zum Beispiel auf einen Silo mit den passenden Maßen, dann hört man Obertöne dieses Infraschalls. Der einzige Fall, von dem ich weiß, dass dieses Phänomen schlüssig nachgewiesen worden ist, war in Österreich in der Nähe von Salzburg. Man hörte dort ebenfalls einen lauten Brummton.

Diese Erscheinungen sind extrem schwer nachzuweisen, weil tiefe Töne eine größere Reichweite haben als hohe, aber dafür schwerer zu orten sind. Außerdem erfassen genormte Pegelmessgeräte diese Töne u.U. nicht, wenn sie außerhalb des Frequenzbereichs sind, der nach DIN relevant ist.

Wichtig ist, dass die Behörden das Problem nicht ignorieren. Ich appelliere deshalb, sehr geehrter Herr Regierungspräsident, an die Bezirksregierung von Niederbayern, die Bürgerinnen und Bürger von Dingolfing nicht im Stich zu lassen. Die Menschen dort haben es verdient, dass man alles Mögliche unternimmt, um die Quelle des Brummtons zu lokalisieren, damit man die Ursache beseitigen kann.

Mit freundlichen Grüßen


Prof. Dr. Klaus Buchner
Abgeordneter im Europäischen Parlament (Ökologisch-Demokratische Partei ÖDP)



→ Brief an den Regierungspräsidenten von Niederbayern Herrn Rainer Haselbeck


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