Rede vom 12.09.2017 im EU-Parlament Straßburg

MdEP Buchner (ÖDP) zu Gräueltaten in Kirkuk


Buchner: „Vorgehen der irakischen Armee ist Rachefeldzug“


(Brüssel/17.10.2017) Bis vor wenigen Stunden tobten heftige Kämpfe um die nordirakische Stadt Kirkuk. Kräfte der irakischen Armee sind bereits bis ins Stadtzentrum vorgedrungen. Die Kurden, die Kirkuk bislang gehalten haben, haben sich zurückgezogen.

Prof. Dr. Klaus Buchner, Mitglied des Europäischen Parlaments für Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) und dort Mitglied sowohl im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten als auch im Ausschuss für Menschenrechte, zeigt sich angesichts der Nachrichten aus Kirkuk zutiefst besorgt. „Auch wenn in den Medien davon kaum etwas erwähnt wird, so finden derzeit in Kirkuk und Umgebung schlimmste Gräueltaten statt. Nicht nur Soldaten sind unter den Verletzten und Getöteten, sondern auch viele wehrlose Zivilisten.“

Prof. Buchner verurteilt die Brutalität der irakischen Armee und fordert den Schutz der Zivilisten. Der Europa-Abgeordnete hat deswegen bereits beim Vorsitzenden des Ausschusses für Menschenrechte des Europäischen Parlaments, Pier Antonio Panzeri, interveniert, damit dieser tätig wird. Prof. Buchner weist auch auf die Mitverantwortung des Westens für die Eskalation hin.

„Sowohl die irakische Armee als auch die kurdischen Peschmerga werden vom Westen ausgebildet und mit Waffen versorgt. Nun sind beide miteinander im Kriegszustand. Das ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Interventionen und Waffenlieferungen des Westens kriegerische Konflikte verschärfen und damit neue Fluchtursachen schaffen. Deshalb darf es keine Waffenlieferungen in Krisenregionen mehr geben!“, so der ÖDP-Politiker abschließend.

 

 

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