Vogeljagd auf Malta


Gestern war ich als Redner auf einer Veranstaltung über (illegale) Vogeljagden
und andere Abweichungen von der Vogelschutzrichtlinie der EU.


Nach dieser ist die Jagd auf Zugvögel bei ihrer Rückkehr in die Brutgebiete grundsätzlich verboten.
Nur unter strengen Bedingungen sind Ausnahmen möglich. Die maltesische Regierung erlaubt solche Ausnahmen jedes Jahr. An die Vorgaben wird sich jedoch nicht gehalten. So durften in den letzten Jahren rund 11000 Turteltauben und 5000 Wachteln erlegt werden. Diese Zahlen wurden aber weit überschritten. Die Behörden behalten die Kontrolle nicht oder bleiben untätig. Die fatalen Auswirkungen zeigen sich in einem starken Rückgang der Vogelpopulationen. Aber auch der Rückhalt in der maltesischen Bevölkerung für die Vogeljagd sinkt: Bei einem Referendum 2015 fiel die Mehrheit für die Aufrechterhaltung der Jagd extrem knapp aus. Es gibt also Hoffnung!

Ich bin der Meinung, dass so lange wie die Vorgaben der Vogelschutzrichtlinie nicht eingehalten werden, die Jagd auf die Zugvögel einfach gänzlich verboten werden sollte.

Die Vögel und die Natur wären uns dankbar!

Prof. Dr. Klaus Buchner​
Europa-Abgeordneter, Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP)​

Birdlife Event

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