Wir fordern ein Ende der Industriellen Massentierhaltung!

Weniger Antibiotika bei Tierarzneimitteln

Buchner: „Gesetzgeber muss zum Wohl von Mensch und Tier handeln“
Europäisches Parlament beschließt weniger Antibiotika bei Tierarzneimitteln

„Dem vorbeugenden Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung hat das Europäische Parlament heute einen Riegel vorgeschoben. Damit ist ein wichtiger Schritt gegen die weitere Ausbreitung multiresistenter Keime eingeleitet,“ so kommentiert Prof. Dr. Klaus Buchner, Mitglied des Europäischen Parlaments (Ökologisch-Demokratische Partei /ÖDP) die heutige Entscheidung zur EU-Verordnung für Tierarzneimittel.

Buchner weist in diesem Zusammenhang auf seine aktuelle Kampagne „Klaus graust’s“ hin, die sich gegen den Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung ausspricht, weil die Verbraucher so Antibiotikaresistenzen entwickeln und im Notfall kein Medikament mehr wirksam ist. (Webseite: klausgrausts.eu)

Das Parlament hat heute auch noch beschlossen, dass es eine EU-weite Datenerhebung zum Verkauf und zur Verwendung antimikrobieller Tierarzneimittel geben soll. Außerdem ist es dem Vorschlag der Fraktion Grüne/EFA, in der auch Buchner Mitglied ist, gefolgt und hat homöopathischen Tierarzneimitteln in der EU-Verordnung keine erschwerten Anwendungsbedingungen auferlegt. Allerdings hatte der Vorschlag, Reserveantibiotika zu verbieten, keine Mehrheit gefunden, was Buchner sehr bedauert.

ÖDP-Politiker Buchner weist auf eine aktuelle Untersuchung hin, die ergab, dass in 88 Prozent alle Putenfleischproben aus Discounterläden in Deutschland antibiotikaresistente Keime gefunden wurden. Auch Schweine- und Rindfleischproben waren hoch belastet.

„Das zeigt wie dringend das Problem ist und wie schnell der Gesetzgeber zum Wohl von Mensch und Tier handeln muss,“ sagt Buchner abschließend.

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